[Buchprojekt] „Ungewöhnliches politisches Wörterbuch“

Autoren:
Frank Fabian, Nomen Nominandum

Exposé

Titel: Ungewöhnliches politisches Wörterbuch

Untertitel:
– Die wichtigsten politischen Grundbegriffe
– Rasch und unkompliziert politische Zusammenhänge verstehen und einordnen

Inhalt: Die etwa 150 wichtigsten Grundbegriffe zu Geschichte und Politik werden in diesem Wörterbuch vorgestellt, aber auf ungewöhnliche Art und Weise.

Da sind die Unterschiede zu herkömmlichen Wörterbüchern:

  1. Das Wort wird auf leicht verständliche Weise definiert. Es befinden sich keine weiteren Fremdwörter oder Fachwörter innerhalb der Definition – ohne dass sie sofort definiert werden oder auf sie aufmerksam gemacht und sie an späterer Stelle erläutert werden.
    Der Leser vermag also sofort das Konzept eines Wortes zu verstehen, ohne sich im Fachkauderwelsch zu verlieren.
    Weiter werden alle Nebenbedeutungen beschrieben und vorgestellt.
  2. Wenn notwendig wird eine Zeichnung / Foto / Grafik hinzugefügt, so dass der Leser blitzschnell die Idee / das Konzept des Wortes erfassen kann.
  3. Die Wort-Herkunft wird bei jedem Wort vorgestellt.
  4. Das Wort wird derart verständlich definiert, dass unmittelbar die Vor- und Nachteile im politischen Raum sichtbar werden, die mit einem Begriff verbunden sind. Die Intention eines Wortes wird herausgearbeitet, die zugrunde liegende Absicht hinter einem Wort. Es wird Obacht auf die Anwendung gelegt, die Praxis. Der Nutzen wird beschrieben. Das Wort wird „sachlich und neutral bewertet“. Parteipolitische / ideologisch-weltanschaulich-tendenziöse Interpretationen bleiben „außen vor“.

Zielgruppen:
1. Schüler, Studenten und Lehrer der Geschichte und Politik
2. Die gesamte politische Klasse und die politische Administration, Einsteiger in die Politik
3. Mainstream: Alle an Geschichte und Politik interessierten Leser

Beispiel, wie ein Wort definiert und vorgestellt wird:

Parlament

Bei einem Parlament handelt es sich gewöhnlich um eine gewählte Volksversammlung, die berät oder Gesetze beschließt. Meist ist es das oberste politische Organ eines Staates oder einer Nation.
Üblicherweise gibt es echte Parlamente nur in einer Demokratie, wenn man davon absieht, dass es etwa auch schon im Mittelalter „Parlamente“ gab, die damals jedoch nur den Monarchen oder König berieten und deren Macht also höchst eingeschränkt war.
Das englische Parlament war das erste Parlament, das seine Macht gegenüber dem König ausbauen konnte, bis es den König selbst im 18. Jahrhundert an die Wand drückte und die Zügel in der politischen Arena in die Hand nahm.
In Parlamenten, in denen die Volksvertreter sitzen, wird also konkrete Machtausgeübt. Hier wird bestimmt, wie der Hase läuft, salopp gesprochen.
Die Volksvertreter in den Parlamenten repräsentieren nicht nur das Volk, sie debattieren auch zum Teil heftig, sie vertreten unterschiedliche Ansichten und Interessen. Sie erlassen Gesetze, entscheiden über die Finanzen und über hohe, einflussreiche Posten, die zu vergeben sind. Kurz gesagt sitzen in den Parlamenten die Meinungsführer/ Volksvertreter, die die Politik/ die Gesetze bestimmen.

Nebenbedeutungen:
Mit „Parlament“ bezeichnet man nicht nur die Gesamtheit der Meinungsführer/ Volksvertreter einer Nation, sondern oft auch einfach nur den Ort, die Tagungsstätte, wo ein Parlament berät und redet.

Ort: Berlin, Deutscher Bundestag, hier tagt das Parlament; aber der Ort selbst wird ebenfalls als „Parlament“ bezeichnet.

Weiter spricht man auch von einem „Gemeinde-Parlament“ oder „Länder-Parlament“ etwa oder von einem „Europäischen Parlament“. Es gibt also winzige Parlamente, die nur einen kleinen Teil eines Staates repräsentieren, und riesige Parlamente, die über-national sind.
Und schließlich gibt es auch „Kirchen-Parlamente“ etwa; auch in ihnen wird der Kurs, die Richtung angegeben, in die sich die Kirche bewegen sollte.
Das grundlegende Konzept/ die Idee besteht jedoch immer darin, dass es gewählte Meinungsführer geben sollte, die letztendlich Entscheidungen treffen müssen, im Sinne und zum Wohl aller.
Schein-Parlamente gibt es jedoch auch in Diktaturen, die nach außen hin den Anschein erwecken Der sollen, das Volk könne bei wichtigen Entscheidungen ein Wörtchen mitreden. Das Volk kann allein mit dem Wort „Parlament“ also an der Nase herumgeführt werden, es kann ihm damit „Demokratie“ vorgegaukelt werden.

Wort-Herkunft:
Das Wort leitet sich her von dem englischen Wort parliament. Dieses wiederum geht auf den altfranzösischen Begriff parlement (=Unterredung, Erörterung) zurück, worin das französische Wort parler = reden, sprechen, steckt. Im Lateinischen bedeutet parlamentum = Besprechung.
Man redet, spricht, bespricht und berät also über wichtige öffentliche Angelegenheiten in einem Parlament – und verabschiedet in der Folge vielleicht ein Gesetz.

Bewertung:
Grundsätzlich bedeuten echte Parlamente einen Fortschritt in der politischen Arena; denn mit Parlamenten wurde die Macht von Königen beschnitten, die oft allzu selbstherrlich regierten und Entscheidungen trafen, die nicht im Interesse des Volkes lagen. Natürlich gibt es vernünftige und weniger vernünftige Parlamente, abhängig davon, welche Meinungsführer/ Abgeordnete in den Parlamenten sitzen und abhängig davon, ob sie schlechte oder gute Entscheidungen treffen.
Erhöht ein Parlament ständig die Steuern, handelt es sich um ein unvernünftiges Parlament. Verhindert es einen Krieg, kann man ihm nur applaudieren.
Die Achillesferse des Parlamentes ist der Einfluss der Parteien auf ein Parlament. Die einzelnen Abgeordneten fühlen sich durch den Druck und die Peitsche der Partei-Führer oft nicht mehr dem Volk verpflichtet, sondern achten nur noch auf ihre eigene Karriere. Dabei bestand die grundlegende Idee eben darin, die Macht dem Volk zurückzugeben. Aber die Parlamentarier/ Volksvertreter fühlen sich inzwischen oft eben nicht mehr dem Volk verpflichtet. Sie werden außerdem von zahlreichen finanzstarken Interessenverbänden bombardiert, die Entscheidungen zu beeinflussen suchen. In den US/Washington gibt es beispielsweise mehr pharmazeutische Lobbyisten mittlerweile als Parlamentarier, über 600 in der Tat, die direkt auf eben diese Parlamentarier Einfluss zu nehmen suchen, durch indirekte sowie direkte „Spenden“. Generell kann das große Geld Parlamentier kaufen, indem es ihnen lukrative Pöstchen in der Wirtschaft anbietet oder andere finanzielle Vorteile. Die ursprüngliche Idee eines Parlamentes, ausschließlich die Vorteile des Volkes im Auge zu behalten, ist also längst pervertiert und reformbedürftig.

Ca. 150 Wörter, die zu definieren sind.
 

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